In einer ausgeräumten Wohnung auf dem Dachboden haben wir nun versucht am Donnerstag unseren Charakter zu formen, ausgenommen war Frau Kaufmann - Ladenkuh, Ihr Nervenkostüm war leider immer noch nicht geheilt, so dass sich nun nebst Kundin und Regisseur auch der Herr Schniedel und der Herr Kalotte an der Charakterfindung auf dem Dachboden versammelten.
So recht wollte uns das irgendwie nicht gelingen, lag´s an den Keksen, die wir alle nicht mehr sehen konnten, an der Bestuhlung oder einfach an meiner Laune - man weiß es nicht mehr.
Aufjedenfall wurde nun versucht für Herrn Schniedel etwas zu finden, welches einen Herrn Schniedel nur mal so ausmacht - das Resultat am Donnerstag: bekloppt mit einem leichten Schatten.
Der Kundin, die nicht weiter namentlich genannt werden will, wurde nach einer Grunderneuerung: ein neuer Kundin mit einem leichten Migrationshintergrund.
Aus mir, ja aus mir wurde nichts - ich blieb weiterhin der Heiner und durfte Ihn nicht langsamer und vorallem nicht mit bayrischen Akzent spielen.
Das Resultat am Donnerstag war somit: Treffen morgen gleich Zeit. Das Resultat meiner Laune war: schlecht mit der Tendenz zu sehr schlecht.
Freitag, 20:00 Uhr, ausser Herrn Schniedel und mir, war keiner da. Herr Schniedel beklagte sich ständig, dass er keinen Bekloppten spielen wolle und bat nachdem der Regisseur dann endlich eingetroffen war, darum seine Suche nach einem Charakter noch mal aufzunehmen.
Die Kundin kam, ohne zu beklagen, behielt Sie Ihren Migrationshintergrund und ich, ja ich sass da und wusste nicht mehr weiter. Nachdem ich vor lauter Frust mir Taschentücher in die Mundwinkel gesteckt hatte, nachdem ich dann lauter Sprechen durfte war ich geformt und reif für den großen Dreh am Sonntag.
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